Entdecken Sie die faszinierende Welt der Papstwahl - von geheimen Abstimmungen bis zum weißen Rauch.
Das Wort "Konklave" stammt vom lateinischen "cum clave" (mit Schlüssel).
Seit dem 13. Jahrhundert bleiben Kardinäle eingeschlossen, bis ein neuer Papst gewählt ist.
Die Regelung verhindert langwierige Machtspiele und externe Einflüsse.
Kardinäle stimmen anonym ab. Eine Zweidrittelmehrheit ist erforderlich.
Nach jedem Wahlgang werden die Stimmzettel verbrannt.
Schwarzer Rauch: keine Entscheidung. Weißer Rauch: neuer Papst gewählt.
Seit 2005 werden chemische Zusätze für klarere Rauchfarben verwendet.
Jeder getaufte männliche Katholik kann theoretisch zum Papst gewählt werden.
Seit Jahrhunderten wurde stets ein Kardinal zum Papst gewählt.
Nur Kardinäle unter 80 Jahren sind stimmberechtigt im Konklave.
"Extra omnes" bedeutet "Alle hinaus!"
Alle Nicht-Kardinäle müssen die Sixtinische Kapelle verlassen.
Danach sind die Kardinäle komplett unter sich.
Absolute Vertraulichkeit wird gewahrt.
Berühmt für Michelangelos Deckenfresken.
Seit 1878 finden hier die Konklaven statt.
Bietet perfekte Bedingungen für die geheime Wahl.
Kardinäle legen einen Eid ab, über alles Stillschweigen zu bewahren.
Seit 2005 werden Störsender gegen elektronische Kommunikation eingesetzt.
Räume werden auf Abhörgeräte untersucht.
Verstöße gegen die Geheimhaltung werden streng geahndet.
Die Kardinäle stimmen unbegrenzt weiter ab, bis ein Ergebnis feststeht.
Es gibt keine maximale Anzahl von Wahlgängen im Konklave.
Ein Kandidat benötigt immer zwei Drittel aller Stimmen plus eine.
Nach erfolglosen Wahlgängen steigt schwarzer Rauch aus dem Schornstein.
1268-1271: Ganze 33 Monate Dauer. Den Kardinälen wurde sogar das Dach abgedeckt.
1503: Nur einen Tag dauerte die Wahl von Papst Julius II.
Die Wahl von Papst Franziskus dauerte übrigens 2 Tage. Er wurde am 13. März 2013 im fünften Wahlgang zum Papst gewählt.
Manche Papstwahlen dauerten nicht nur Tage, sondern Jahre.
Die längsten Konklaven zeigen, wie komplex die Entscheidungsfindung sein kann.
Im Vergleich dazu dauern moderne Konklaven meist nur wenige Tage. Extreme Maßnahmen wie Nahrungsentzug sind heute nicht mehr erlaubt.
Im starken Kontrast zu den längsten Konklaven wurden einige Päpste innerhalb weniger Stunden oder Tage gewählt. Diese schnellen Entscheidungsprozesse spiegeln bemerkenswerte historische Einigkeit wider.
Schnelle Konklaven deuten oft auf einen klaren Favoriten oder besondere historische Umstände hin und stehen im starken Gegensatz zu den monatelangen Verhandlungen früherer Zeiten.
Zwischen 1032 und 1039 dreimal zum Papst gewählt. Das genaue Alter ist umstritten.
Geboren um 937, wurde er 955 zum Papst gewählt.
Geboren 972, wurde er 996 zum Papst gewählt.
Geboren 1475, wurde er 1513 zum Papst gewählt.
Im Mittelalter wurden deutlich jüngere Männer zum Papst gewählt als in der Neuzeit. Politische Einflussnahme adliger Familien spielte dabei eine wichtige Rolle.
Papst Urban VII. hatte 1590 die kürzeste Amtszeit.
Pius IX. regierte von 1846 bis 1878 - die längste Amtszeit aller Päpste.
Die fünf längsten Amtszeiten in der Geschichte des Papsttums umfassen zusammen mehr als 130 Jahre kirchlicher Geschichte.
Diese langregierenden Päpste prägten tiefgreifende Wandlungen in Kirche und Gesellschaft.
Die faszinierende Welt des Vatikans hat Filmemacher auf der ganzen Welt inspiriert.
Hier sind drei erfolgreiche Produktionen zum Thema Papstwahl.
Edward Bergers oscarprämierten Thriller zeigt die Machtspiele und Intrigen während einer Papstwahl.
Das fiktive Treffen zwischen Benedikt XVI. und dem zukünftigen Papst Franziskus.
Nanni Morettis Tragikomödie über einen Papst, der vor seinem Amt flieht.

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